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Feldhase (Lepus europaeus)

Feldhase

Länge: bis zu 60 cm
Gewicht: 3 bis 5,5 kg (je nach Geschlecht, Standort und Lebensalter
Paarungszeit: Januar bis Juli
Setzzeit: sechs Wochen nach der Paarung, bis zu vier Junge
Lebensraum: Feldflur

Mümmelmann, Langohr, Meister Lampe - für kaum ein anderes Tier haben die Menschen so viele liebevolle Beinamen gefunden, wie für den Feldhasen. In ganz Europa ist er zu Hause und überall ist er ein Symbol für Frühling und Fruchtbarkeit. Die ersten Sonnenstrahlen im Winter bringen ihn so richtig "auf die Läufe" - dann "balgen" sich die "Rammler" um die Gunst der Häsinnen. Allein in diesem Satz waren drei vollkommen alltägliche Begriffe versteckt, die ihren Ursprung in der Waidmannssprache haben. Das zeigt, wie fest verwurzelt der Feldhase im Bewußtsein unseres Kulturkreises ist. Hasen brauchen für ihre Ernährung dringend Wildkräuter - in Zeiten intensiver Landwirtschaft kein kleines Problem. Jäger und Landwirte versuchen dem in Nordrhein-Westfalen allerdings gemeinsam zu begegnen. In Biotopen, die besonders für den Hasen geeignet sind, wird Nahrung und Deckung angeboten. Dies soll die Perspektive für einen sicheren Hasenbesatz noch weiter verbessern.

 

Der Hase hat sich in den letzten Jahren im Pinzberger Revier schlecht entwickelt. Der Bestand konnte sich im Vergleich zu vergangenen Jahren nicht erholen. Das Revier ist für den Hasen kein gutes Biotop. Es sind überall nur noch Grünlandflächen und Mais- oder Getreideschläge vorhanden. Der Hase braucht die frühere Landwirtschaft mit vielen Äckern, Brachlandflächen und sogenannten Mischnutzungen.

Der größte natürliche Feind, neben der Umwelt, ist der Fuchs, der von den Jägern intensiv, auch auf Grund der Tollwutübertragung bejagd wird.