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Reh (Capreolus capreolus)

Reh

Größe: 0,60 bis 0,90 m Schulterhöhe
Gewicht: 13 bis 25 kg (je nach Standort und Lebensalter)
Paarungszeit: Juli/August
Setzzeit: Mai, meistens 2 Kitze (selten 1 oder 3)

Erscheinungsbild

Gewicht: ausgewachsene Tiere bis zu 25 kg Lebendgewicht; in Osteuropa und Sibirien mehr. Sommerfell: gelblich-rot, Winterfell: graubraun, Haarwechsel April/Mai und September/Oktober. Rehe haben am Hinterteil einen weißen Fleck, Spiegel genannt.
Frisch geborene Kitze gleichen sich mit einem gefleckten Tarnkleid ganz der Umgebung an. Der Rehbock wirft im Herbst sein Gehörn aus Knochensubstanz ab, das sofort wieder neu zu wachsen beginnt. Im Frühjahr reibt (fegt) der Bock an kleinen Bäumchen die Nährhaut (Bast) von seinem fertigen Gehörn, dient auch der Reviermarkierung. Winter: Zusammenschluss des Rehwildes zu Rehfamilien, Auflösung im März.

Nahrung

Als Wiederkäuer ist das Reh ein reiner Pflanzenfresser. Nahrung besteht aus: Kräutern, Gräsern, Blättern, Triebe, Knospen sowie Wald- und Feldfrüchten. Es bevorzugt nährstoff- und energiereiche Pflanzenteile (Konzentratselektierer).

Lebensraum

Randzonen reich strukturierter Busch- und Mischwälder (Heckenschlüpfer). Auch offene Feldflur (Feldrehe), in der Nähe von menschlichen Siedlungen, in Stadtparken. Als Kulturfolger ist das Reh sehr anpassungsfähig.

Sinnesleistung und Lautäußerung

Geruchs- und Gehörsinn sind hervorragend ausgebildet. Augen weniger leistungsfähig, Rehe sind farbenblind und können räumlich nicht wahrnehmen, sie registrieren Bewegungen sehr genau. In der Paarungszeit (Juli bis Anfang August), fiept die Geiß nach dem Bock. Auch die Kitze geben fiepende Laute von sich. Wenn sich Rehe erschrecken, geben sie einen bellenden Laut von sich.

Gefahren für das Reh


Natürliche Feinde wie Wolf, Luchs, Bär, Steinadler fehlen. Feinde der Kitze: Fuchs und Wildschwein.
Mähwerkzeuge bei Heu- und Grasernte. Straßenverkehr und wildernde Hunde.

 

Weit verbreitet:


Das Reh besiedelt weite Teile Europas und Asiens. In Europa kommt es von der Küste bis ins Hochgebirge, von Flußauen bis hin zu Bergwäldern, in Agrarsteppen und Parklandschaften vor. Es gehört zu den Paarhufern und zur Familie der Hirsche.